Paragraphen

pixelio / Altmann

Nach den erschütternden Werten, welche die Stiftung Warentest innerhalb des letzten Spielzeug Tests auf die Beine stellen konnte, reagiert nun auch die Politik. Gemeinsam soll nun für strengere Regeln gesorgt werden, die ab 2013 Einsatz in der Industrie finden. Innerhalb der EU sollen nun Grenzwerte festgelegt werden, die innerhalb der Spielzeugindustrie Anwendung finden sollen. So wird in Zukunft eine zu starke Belastung mit Schadstoffen vermieden.

Das Hauptthema der Diskussionen waren die sogenannten PAK-Stoffe. Die Grenzwerte für den polyzyklischen aromatischen Kohlenstoff waren bei vielen der Spielzeuge eindeutig zu hoch. Ebenso sind die Weichmacher ein weiterer Punkt auf der Liste, der überprüft werden soll. Krebserregende Stoffe und die Fruchtbarkeit des Menschen sollen in Zukunft gewahrt werden, dank der neuen Regelung. Deshalb wird in einer EU-Spielzeugrichtlinie festgelegt, wie viel Gramm Schadstoffe pro Kilo innerhalb der Spielzeuge enthalten sein dürfen. Stark belastetes Spielzeug wies bisweilen Schadstoffe in der Menge von bis zu 40 Zigaretten auf, die das Kind beim Spielen durch das bloße Anfassen aufnehmen konnte. Gar nicht auszudenken, was mit Kindern ist, die das Spielzeug auch noch in den Mund nahmen.

Der Grenzwert soll in Zukunft, innerhalb der Regelung, bei 0,2 Milligramm liegen. So fordert es das Bundesinstitut für Risikobewertung. Dies wäre allerdings ein Fünftausendstel dessen, was die EU verlangt. Diese haben nämlich laut einem Gutachten 12,5 Milligramm PAK pro Kilo als zulässig ermittelt. Selbst der Deutsche Verband der Spielwarenindustrie hat sich nach dem Erhalt der Testergebnisse eingeschaltet. Es ist nach wie vor fraglich, wie die Ergebnisse der Debatte aussehen werden und welche Richtlinien effektiv dabei erstellt werden. Wichtig ist auf jeden Fall, dass etwas getan wird, denn die augenblickliche Situation erfordert Maßnahmen, die unsere Kinder schützt. Gerade bei Kinderspielzeug sollte jeder erwarten können, eine einwandfreie Ware zu erhalten. Denn wenn man sieht, dass Kinder die Schadstoffe über den Mund und das Anfassen aufnehmen können, ist das Ergebnis des Tests umso erschreckender.