Eigentlich wollte ich ja keine neuen Spiele anschaffen, aber nach dem letzten Spielabend werde ich mir nun doch noch Keltis, das Spiel des Jahres 2008, zulegen. Wir waren alle begeistert wie schnell man mit diesem Spiel loslegen kann. Es hat so herrlich unkomplizierte, leicht verständliche Regeln, eignet sich hervorragend als Familienspiel, aber auch für eingefleischte Spielrunden . Es ist vor allem auch ein spannendes Zwei-Personen-Spiel. Ein absolutes Plus dieses Spiels ist, dass das Spiel trotz des einfachen Regelwerks, sehr abwechslungsreich und bis zum Ende spannend ist und sowohl Viel- als auch Wenigspielern Herausforderungen bietet. Langeweile kam bei uns bisher nicht auf, das Spielfeld wird jedes Mal anders gestaltet, es ist eine Mischung aus Brettspiel und Kartenspiel, sowohl Taktiker als auch Glücksritter kommen hier auf ihre Kosten.

Es gibt bei uns Spieler, die gehen nicht vom Tisch ohne ihre Keltis Revanche gehabt zu haben und die gönnen wir ihnen auch jedes Mal. Eine alte keltische Weisheit steht als Thema hinter diesem Spiel: Jeder Mensch beginnt im Negativen, aber mit jedem Schritt voran gelangt er ins Positive. Ob wir diese Weisheit nun kennen oder nicht, ist für den Spielspaß eigentlich völlig unerheblich. 5 Steinpfade bilden die Grundlage dieses Spieles. Sie führen vom Negativbereich ins Positive. Karten werden ausgespielt, im einzelnen bedeutet das, jedes Mal muss ich mich entscheiden, ob ich eine schon vorhandene Reihe fortführe, eine neue Reihe beginne oder die Karte abwerfe. Liegt eine Karte werden die Figuren darauf gesetzt, also auf die Steinpfade geschickt. Ziel ist es mit seinen Steinen möglichst weit zu kommen, wie die keltische Weisheit schon sagt, ins Positive Das geht natürlich nicht endlos.

Das Spiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist, oder 5 Steine im Zielbereich stehen und das kann schon mal ganz plötzlich von den Mitspielern als taktische Maßnahme eingesetzt werden. Aber was soll ich hier groß erklären probiert es einfach mal selber aus, es lohnt sich. Das Spiel kommt zwar ganz einfach rüber, man muss aber flexibel auf die Karten und Mitspieler reagieren. Ganz nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass Reiner Knizia 2008 auch noch den Preis „Kinderspiel des Jahres“ mit seinem „Wer war’s?“ erhalten hat. Nicht schlecht Herr Specht!

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